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Portugal 2013 - Urlaubsbericht von Petra und WASTL

Portugal 2013 - Urlaubsbericht von Petra und WASTL

Freitag 07.06.2013, 23:30 Uhr - Bei noch angenehmen 14°C starten wir unsere Reise nach Lagos an der Algarve in Portugal.

Samstag 08.06.2013, 01:00 Uhr - Erstes Hindernis, Vollsperrung der A6 bei St. Ingbert. 20km Landstraße in der Nacht, vor uns ein Bus mit ordentlich Abgasen.
Na ja, das Ende der Umgehung naht - Frankreich, wir kommen. Kurzer Tankstopp dann an Paris vorbei, es wird langsam Tag, Orleans, Tours, Portiers, Bordeaux,
St. Jean de Luz und über die Grenze nach Spanien. Hinter St. Sebastian geht’s voll in die Pyrenäen und - in den Regen.

Zu den Regentropfen gesellen sich irgendwann dunkle Punkte auf dem Visier und dazu kommt noch ein eigenartiger Geruch - könnte Hydrauliköl sein.
An der nächsten Mautstelle dann wieder ein Hinweis - die Sommerhandschuhe sind nicht nur vom Regen durchnässt sondern auch noch schmierig.

Bis zum Hotel sind es nur noch 250km. Das packen wir, dann schau mer mal. Nach unserem Navi sollen wir mitten auf der Autobahn übernachten.
Also nochmals ganz genau geschaut - wir müssen nach "Villagonzalo Pedernales", logisch. Da sind wir doch schon vorbei. Nächste Ausfahrt raus und retour.
Wir sind dann nochmal ungefähr 60km Umweg gefahren und haben das Hotel Rey Aturo gefunden, in dem wir über Trivago.de und Booking.com ein Doppelzimmer für
günstige 36,00€ gebucht hatten. Es ist mittlerweile 16.00 Uhr - rund 1600 km (+60km) in 16 Stunden - nicht schlecht. Erst mal einchecken, auspacken, usw.

Der Regen lässt etwas nach und ich kann die Wing inspizieren. Ein Gabelsimmaring muss regelrecht gebrochen sein und die Gabelöl-Regenwasser-Emulsion hat
sich auf Mensch und Maschine verteilt. Eine Manschette aus einem Stück Handtuch und 2 Kabelbindern sollte das Gabelöl erst mal zurückhalten.
Immerhin sind es noch gut 1000km bis zu unserem Urlaubsort. Das Hotel ist in Ordnung, das Restaurant nicht ganz so doll. Egal - futtern - Bett.

Sonntag 09.06.2013, 06:15 Uhr - Start im Regen Richtung Portugal. An der ersten Tankstelle in der Nähe von Palencis gibt’s Schokobrötchen mit Puddingfüllung.
Das richtige Fernfahrerfrühstück. Die Manschette wird bei jedem Tankstopp abgetupft. Weiter auf der wunderschönen Strecke vorbei an Valladolid und ab
Salamanca das erste mal auf einem Schild "Portugal", ja! Kurz vor der Grenze ist erst mal Schluss mit Autobahn und man kommt durch den Grenzort "Colonia de
la Estacion". Am "Plaza de la Constitucion" noch ein Käffchen und Toilettchen dann rein nach Portugal. Es regnet immer noch.

Wenn es mal nicht regnet fahren wir durch Nebel bzw. Wolken, denn wir befinden uns immer noch im bergischen Land. Bei 10°C wird auch langsam kalt und wir
freuen uns riesig auf die ersten Sonnenstrahlen die uns erreichen. Lissabon lassen wir rechts liegen. Ab jetzt geht’s nur noch südlich und es wird wärmer.

Die weitere Zeitunstellung hat uns eine Stunde geschenkt. um 15:00 Uhr Ortszeit haben wir Lagos erreicht bei mittlerweile 20°C. Der erste Weg geht zum
GWEF-Treffen, mal sehen ob noch wer da ist. Tatsächlich treffen wir noch jemand und wie es sich herausstellt ist es ein Händler aus Lissabon.
Beim GWEF-Treffen in Thüringen wollen wir uns wieder sehen. Schnell habe ich ihm mein Problem mit der Gabel geschildert und er gibt uns eine Adresse in
Portimao, nicht mal 30km von unserem Urlaubsort entfernt.

Wir bedanken uns und fahren weiter zu unserer Behausung für die nächsten 2 Wochen. Angekommen bei der Adresse die wir von HouseTrip.com erhalten haben,
fragen wir an der Rezeption des "Magnolia Mar" nach, ob wir hier richtig sind. Der gute Mann ruft sogleich unseren Vermieter an und gibt mir Fernando ans
Ohr. In 25 Minuten will er hier sein. Er ist gerade unterwegs  und holt seine Kinder ab. O.k. wir warten. Der Himmel ist noch verhangen - auch gut denn wir
sind noch in der Motorradkluft und froh dass es nicht so heiß ist. Eine knappe Stunde später (hallo, wir sind nicht mehr in Deutschland) kommt Fernando mit
Frau und Kindern und wir werden herzlich mit Küsschen von Frau Silva begrüßt.

Fernando zeigt uns zunächst unsere Wohnung in einem mittelgroßen Appartementhaus in Hanglage ca. 300m vom Meer entfernt. Vom direkt davor gelegenen Parkplatz
gesehen, liegt die Wohnung im 3. Stock. Wir begehen das Treppenhaus und den Aufzug und bemerken dass wir uns schon im 6.OG befinden. Wir fahren ins 9.OG. und
laufen über einen Korridor zur Wohnung. Die ist größer als gedacht, hat wahrscheinlich tatsächlich 65m², ist komplett eingerichtet, riesen Terrasse und man
hat einen gigantischen Blick aufs Meer. Für 24,00€ am Tag haben wir alles richtig gemacht. Fernando gibt uns zu verstehen, dass er gleich nebenan wohnt und
falls wir was brauchen, sollen wir ihm einfach Bescheid geben. Wie es sich herausstellt ist das Magnolia Mar und unser Apartementhaus miteinander verbunden.
Im Magnolia Mar ist Hotelbetrieb und in unserer Hütte sind Ferienwohnungen. Über das 4.OG kommt man zur Rezeption - und zur kostenlosen WIFI-Zone, die
relativ schwach ist. Im Freien ist nach ca.25m Schluss mit Internet.

Nach Bezug der Wohnung und einem Duscherle gehts runter ans Meer zu Antonio, einem super Restaurant. Petra futtert gebratenen Fisch und ich einen
Oktopus-Reis Eintopf - genial, wir haben es geschafft. Der Strand direkt vor unserer Haustüre heißt "Praja Porto Mos" und ist wohl ein altes Flußdelta.
Das Flußbett ist noch da und sauber angelegt aber zur Zeit ohne Wasser. Ganz vorne gibts eine kleine Brücke über die wir zu Antonio kommen. Auf der anderen
Seite gibts noch ein Lokal, das "Campimar". Davor breitet sich der ca. 2km lange Sandstrand aus, begrenzt von den bekannten Algarveklippen.

Montag 10.06.2013, 9:00 Uhr - Die erste Fahrt zum Honda Händler Macromotor in Portimao. Der Himmel ist noch bewölkt aber die Sonne kommt langsam durch.
Wir fahren nach Portimao und durchkreuzen sämtliche Fußgängerzonen. Ungläubige Blicke treffen das schwarze Ungetüm mit den beiden dunklen Gestalten.
Schließlich findet sich dann doch jemand der uns zu verstehen gibt dass heute Feiertag in ganz Portugal ist und deshalb alle Geschäfte geschlossen, aha.
Leider finden wir den Honda-Laden nicht. Wie sich später herausstellt war ja auch dort zu und wir sind dran vorbeigebrummt. Die Supermärkte haben aber offen
und es wird erst mal eingekauft. Also zurück zur Wohnung, den Urlaub genießen und nochmal in aller Ruhe im Internet nachschauen wo der Honda-Händler ist.

Dienstag 11.06.2013, 9:00 Uhr - Die zweite Fahrt zum Honda Händler Macromotor in Portimao. Die Sonne ist voll am scheinen und die schwarzen Helme verrichten
ihre Arbeit. Wir stehen um halb zehn vor den Schaufenstern bei Macromotor und lesen dass um 9:00 Uhr geöffnet wird. Aber hallo, wir sind nicht mehr in
Deutschland. Ein Viertelstunde später kommt der erste Angestellte und auf unsere Anfrage gibt er uns zu verstehen dass wir uns noch etwas gedulden sollen.
Der nächste, der eher wie ein Mechaniker aussieht kommt auch gleich auf uns zu und fragt nach unseren Begehren. Der Händler vom GWEF-Treffen hatte uns ja
schon vorgewarnt, die Simmaringe müssen erst bestellt werden. Morgen oder übermorgen sollen wir wieder kommen gibt uns der Mechanikus zu verstehen. O.K. dann
also bis Donnerstag. Also, zurück und raus mit den Badesachen. Es sind mittlerweile herrliche 30°C und unser Hausstrand ist super sauber. Es gibt
Strandliegen und Sonnenschirme zu mieten aber wir wollen erst mal unsere weißen Körper anbraten. Das Wasser ist noch ganz schön frostig. Aha, wir sind am
Atlantik, nicht am Mittelmeer.

Mittwoch 12.06.2013, Nach dem Frühstück - Ausfahrt an den westlichsten Zipfel von Europa. Wir machen Halt am Bratwurststand von Wolfgang und Petra,
essen die "letzte Bratwurst vor Amerika" und erhalten ein "Certificado", das bescheinigt dass wir hier waren. Tolle 60m hohe Klippen gibt es hier am "Cabo
de San Vicente" und den Leuchtturm mit der zweitgrößten Optik der Welt. Das Licht soll 90 Kilometer weit scheinen - das wär was für die Goldwing.

Donnerstag 13.06.2013, 9:15 Uhr - Dritte Fahrt zum Honda Händler Macromotor in Portimao.
Wir stehen um dreiviertel zehn vor den Schaufenstern bei Macromotor. Der Mechaniker sagt uns dass die Ringe wahrscheinlich noch nicht da sind.
Der Chef kommt - auf einer 18er - schon mal ein gutes Zeichen. Aber nach kurzem Gespräch erfahren wir dass die Lieferung wahrscheinlich erst heute um 3 Uhr
kommt. Solange wollen wir nicht warten gehen frühstücken und fahren erst mal ins Dörfchen Armancao de Pera - mal gucken. Um 3 stehen wir wieder auf der Matte
aber nix is mit Simmaringe, vermutlich weil in Lissabon ein regionaler feiertag ist. Wir tauschen Telefonnummern aus und sollen angerufen werden sobald die
Teile da sind. Kann man nichts machen, rauf auf den Bock, das Display zeigt 32°C, erst mal lecker Eis essen, einkaufen, Duscherle und ab zu Antonio.

Freitag 14.06.2013, erst mal frühstücken und dann wieder ins Bett - man ist ja schließlich im Urlaub.
Macromotor läßt auch nichts von sich hören. Wir faulenzen den ganzen Tag und schmieden Pläne für den nächsten. Wir wollen nach Monchique fahren, einem Kurort
der schon bei den Römern bekannt war. Die Sonne sticht unerbittlich und im Schatten fröstelt es einem. Abends gehen wir Essen bei O'Briol, einem scheinbar
vor allem bei deutschen Urlaubern bekanntem Lokal. "Man spricht deutsch" steht auf der Karte und wir bestellen Pute in Senfsoße und Barsch. Die Wirtschaft
ist sehr zu empfehlen. Abschließend gibt’s unterwegs noch einen Kaipi und den Fußmarsch zurück.

Samstag 15.06.2013, wir sind früh aus den Federn, frühstücken und gehen erstmal an den Strand. Wir freuen uns über die Leute, die nicht lesen können und mit
Ihren Schirmen aus der Badezone verwiesen werden. Hier an der "Praja Porto Mos" ist alles strikt eingeteilt. In der Mitte wacht die Baywatch (leider nur 3
Jungs) über die Badezone, rechts dürfen die Familys Ihre Schirmchen aufstellen und links - keine Ahnung, da liegen auch welche. Heute Morgen bläst der Wind
etwas heftiger und den ersten Schirm hebts sogleich aus der Verankerung und er landet im Wasser. Kurz vorm Absaufen erbarmt sich doch noch das Familien-
Oberhaupt und holt das Schirmchen aus dem kalten Nass. Nach gut 90 Minuten fangen wir an zu braten. Es ist 11 Uhr und wir beschließen, wie geplant, die
kleine Tour zu fahren. Zunächst geht’s nach Monchique dann rund um den Stausee "Barragem da Bravura" nach Aljezur und wieder zurück nach Lagos. Die Straßen
sind von guter Qualität und es macht Spass die Bergstraßen zu umrunden. Um 3 sind wir wieder in unserem Heimatort und weil wir so tapfer waren, belohnen wir
uns mit Burgern bei McDonalds. Anschließend geht’s einkaufen denn der Salami- und Rotwein-Vorrat ist schon wieder aufgebraucht.

Sonntag 16.06.2013, da heute Sonntag ist, schlafen wir etwas länger. Dafür fällt das morgendliche Sonnenbad am Strand etwas kürzer aus - der Planet nadelt
schon wieder ordentlich. Die nächsten 2 Tage soll das Wetter etwas schlechter werden. Dann können sich unsere geschundenen Körper wieder erholen. Zurück in
unserer Unterkunft haben wir den Bücherschrank in der Nähe der Rezeption entdeckt. Petra versorgt sich mit Literatur, während ich den Stern bevorzuge und den
kostenlosen WIFI-Zugang. Auf unserem Weg von und zum Strand kommen wir immer am "Bel Mar" vorbei. Einem sehr schönen Beach und Spa Resort. Wir fragen
uns was das wohl kostet. Nach kurzer Recherche im Internet wird klar - mehr als dreimal so viel als unsere Wohnung. Da gehen wir lieber heute Abend schön
essen im Campimar. In gehobenem Ambiente lassen wir uns gemischte Vorspeisen nach Algarve Art, gegrillten Lachs und Red Snapper munden. Dazu ein nicht ganz
so trockenes Weißweinchen. Anschließend Schnaps aus der der Algarve, Espresso und zum Abschluss noch ein Kaipi an der Bar. Man gönnt sich sonst nichts.

Montag 17.06.2013, wie gemeldet ist es heute Morgen bewölkt aber der heftige Wind bläst die Wolken ruck zuck weg und die Sonne kommt schnell wieder durch.
Als wir unsere Wohnung verlassen wollen steht vor der Tür ein großer Korb mit frischen Handtüchern und Bettwäsche - passt. Wir besuchen heute den Markt in
der Oberstadt. Viel zu sehen gibt’s da allerdings nicht - wir müssen doch noch mal nach Loule fahren; da soll es eine große Markthalle mit Frischfisch usw.
geben. Anschließend fahren wir in die Altstadt und stellen die Wing zu ein paar anderen Motorrädern. Wie es sich herausstellt stehen wir vor dem "Motorent",
einem örtlichen Moped- und Motorradvermieter. Der Besitzer ist hoch erfreut und begrüßt uns auf deutsch. Selbstverständlich können wir die Wing da stehen
lassen. Wir schlendern durch die Gassen der Fußgängerzone und kaufen noch ein paar souveniers. Dort ist wie immer richtig was los: Seifenblasenmacher,
Pantomimen, Brillen- und Uhrenverkäufer, Touries ohne Ende, die umherirren oder in den zahllosen Restaurants schon wieder alles Mögliche in sich hinein-
schieben. Wir laufen zurück zum Moped, finden noch eine Markthalle, in der die letzten Fische vom Tag liegen, kaufen noch ein Sonnenschirmchen und gönnen uns
an der Hauptverkehrsstraße einen Eiskaffee. Auf dem nach Hause Weg geht’s noch zum Sparmarkt - immer dieser Rotwein. Zu Hause schaue ich aufs Handy -
Macromotor hat sich gemeldet und wir sollen morgen um halb zehn da sein, supi. Da wir (ich) schon wieder an die Heimreise denken, schauen wir uns zu Hause
die Rücktour an. Es soll dieses Mal am Mittelmeer entlang gehen. Das ist auch nur 50km weiter als die Hinreise und wir entschließen uns es wieder in 2 Tagen
zu packen. Übernachten wollen wir zwischen Barcelona und der französischen Grenze und buchen ein Doppelzimmer mit Frühstück im Holliday Inn in der Nähe von
Girona, in unmittelbarer Nähe der Autobahn für 47,00€. Fernando versorgt uns inzwischen mit selbstgebackenem Kuchen

Dienstag 18.06.2013 - Vierte Fahrt zum Honda Händler Macromotor in Portimao.
Wie gemeldet, ist der Himmel stark bedeckt und wir bekommen auf unserer Route nach Portimao ein paar Regentropen ab. Pünktlich wie wir nun mal sind, parken
wir um 09:27 Uhr die Wing direkt vor dem Eingangstor der Werkstatt. Drei Minuten später kommt der Chef, heute mit einem Transporter und begrüßt uns. Er lacht
und meint "midi", was ich als Mittagszeit, 12:00 Uhr deute. Anschießend schiebt er die 18er gekonnt in die Werkstatt und wir machen uns auf zur Sightseeing -
Tour durch Portimao. Am Jachthafen entlang zuerst zu unserem Italiener, was trinken dann weiter durch die Fußgängerzone. Es gibt noch viele Souveniers zu
kaufen. Um zwölf betreten wir wieder die Werkstatt. Die Wing steht noch auf der Bühne und beim näheren Hinsehen fällt mir auf dass der ganze Vorderbau fehlt.
Der Chef lacht und meint "mucho travailla", was ich als Pfälzer gut verstehe. Der Mechaniker streckt vier ölverschmierte Finger in die Luft. Da ich mir sowas
schon gedacht habe, bin ich auch nicht sonderlich überrascht und wir setzen unsere Sightseeing-Tour fort. Da Mittagszeit ist gehts zu einer Hafenwirtschaft
mit Frischfisch, die wir vorher schon ausgemacht hatten. Wir bestellen gegrillte Makrelen und Weißwein. Zuerst kommen die sachen, die wir nicht bestellt
hatten, die hier aber normal sind: Oliven, Brot, Fischsalat, Karotten in Knoblauchöl. Kaum sind wir mit der Vorspeise fertig, werden die Makrelen serviert.
Petra setzt den ersten stich in der Nähe des Kopfes an und eine rötliche Masse kommt herausgequollen. Muss wohl Rogen oder sonst was sein. Petra entgleisen
die Gesichtszüge und ist augenblicklich satt. Selbst das Filet, das ich ihr kredenze, hilft nicht weiter. Wir gehen wieder zu unsrem Italiener und ein
Eiscaffe schafft Abhilfe. Es ist halb drei - noch so lange. Wir schlendern nochmal durch die Fußgängerzone und wundern uns, dass viele Geschäfte geschlossen
haben. Wirtschaftlich siehts nicht so besonders aus in Portugal. Aber in Ludwigsfafen ist es auch nicht anders. Zufällig kommen wir genau in der Straße aus
der Fußgängerzone heraus wo unsere Werkstatt ist. Es ist kurz vor vier und wir lurgen in die Werstatt. Die Wing tront auf der Bühne! Wir drehen noch
eine kleine Runde und kommen an 2 kleinen Bars vorbei. Das eine heißt Chafrika und hat ein Schild vor der Tür: Kaipiriha 2,75€. Wir schauen mal rein, alles
schwarz, wie der Name schon sagt. Wir entscheiden uns für die andere, weil da ab und zu mal Livemusik gespielt wird. Da erkennt man einige Jungs, allesamt
mit Blick auf die Bardame. Die Gute wird so um die 50 sein, hat blonde Treadlocks, schwarze Lederosen und Highheels an. Sie deuted an dass wir auf einer
Empore Platz nehmen sollen und macht uns das Licht an. Die Jungs göotzen und wir bestellen zwei Kaipis. Das Getränk hats in sich: viel zu viel Pitu, Zitrone
statt Limone und Frau Treadlock ist noch genervt vom Eiscrushen. Wir trinken das eher nach Petroleum schmeckende Gesöff und machen uns wieder auf den Weg.
Als wir kurz vor fünf zur Werstatt kommen wird die schwarze 18er gerade herausgerollt. Perfektes Timing! Der Mechaniker erzählt mir was er alles gemacht hat:
beide Gabelsimmerringe ersetzt, Standrohre poliert, alle Bremsen gereinigt, Bremsbeläge kontrolliert - gut, Ölstand kontrolliert - gut, Reifendruck
kontrolliert - alles gut und wir schütteln Hände. Der Boss macht die Rechnung - 210,00€, ich bin begeistert und der Mechaniker bekommt noch ein ordentliches
Trinkgeld. Wir verabschieden uns und machen noch ein Bild von den Jungs und fahren Richtung Lagos. Die Wing ist wieder voll aus den Federn und bremst wieder
ordentlich. Wir sind begeistert und machen uns nach dem Duschen auf zu O'Briol was gutes futtern. Petra nimmt Spagetti mit Tomatensoße und ich gönne mir in
Rotwein eingelegtes Lamm. Alles super lecker. Am Nebentisch sitzt ein älteres Pärchen aus Frankfurt und wir kommen ins Gepräch. Sie erklären uns dass sie
schon seit 20 Jahren hierherkommen, heuer für 4 Wochen und dann im Spätjahr vielleicht nochmal. Früher war alles viel schöner usw.. Ja, wo nicht?

Mittwoch 19.06.2013, ich schlafe lange und als ich aufwache hat Petra schon Kaffee gekocht; sehr schön. Nach dem Frühstück dann der Gong. Die viele Sonne von
gestern, dazu die gute Mischung von Makrele, Eisbecher, Kaipi und zum Schluß noch eine Flasche Rotwein zum Lamm, fordert ihren Tribut. Ich begebe mich
wieder ins Bett und bleibe dort bis abens um sechse. Petra versorgt sich mit neuer Literatur und liest einen Roman nach dem anderen. Da sich mein Zustand
nicht bessert wird heute nur gevespert. Wieder einen Tag rumgebracht.

Donnerstag 20.06.2013, die Wolken der letzten 2 Tage sind weggeweht, es ist wieder Traumwetter. Mein Schädel wird langsam besser und nach dem Einkaufen wagen
wir eine Spaziergang ans Meer. Kaipi, Espresso, Eis, alles schmeckt und nachmittags gibts noch ein Sonnenbad. Den Abend verbringen wir wieder bei O'Briol,
einfach das beste Lokal. Petra isst Truthanh in Senfsoße und ich Pfefferstaeak, vorher Algarve Allerlei, hinterher Schnaps vom Erdbeerbaum, dazwischen
Karamel- und Himbeerkuchen; hoffentlich geht die Lederhose für die Rückfahrt noch zu.

Freitag 21.06.2013, schon wieder Traumwetter. Nach dem Frühstück gehen wir an den Strand - wir wollen ja noch schöner braun werden. Der Wind bläst ordentlich
und unser Schirmchen hat alle Hände voll zu tun. Wir lassen uns bis halb zwei einsanden und braten dann gehts hoch auf die Terrasse. Nach dem Duschen nochmal
auf die Luftmatratze weiterbraten. Petra möchte nur noch zu O'Briol. Also gibts heute Seezunge in Butter gebraten und für mich Garnelen - Eiweiß braucht der
Mann. Dazu die obligatorische Flasche Weißwein und zum Nachtisch Mandelkuchen und ein Espresso. Wir treffen wieder die Frankfurter, die sich auf den Heimflug
begeben. Zum Abschluß fahren wir zum Campimar und schlürfen noch einen Kaipi.

Samstag 22.06.2013, der schönste Tag des Urlaubs. Traumwetter und -temperatur. Nach dem Früstück wieder an den Strand und mittags einen Burger für Petra zum
Abschluß des Strandurlaubs. Danach beginnen wir langsam mit den Packen und faulenzen noch ein bischen. Zum Abendessen gehts ein letztes mal zu O'Briol. Es
gibt nochmal Truthahn in Senfsoße für Petra und einen super leckeren Fisch-Spieß für mich. Danach machen wir das Moped abreisebereit und gehen in die Heia.

Sonntag 23.06.2013 - der Wecker bimmelt um 5 Uhr. Die Topcasetasche und die Gepackrollen Rollen werden noch verstaut und abgehts Punkt 6. Wir fahren nach
osten, der aufgehenden Sonne entgegen. Da mich die Sonne frontal anblendet, muß ich ab und zu die Hand als Sonnenblende benutzen. Eine Stunde später steht
sie schon hoch genug und das fahren wird angenehmer. Wir überqueren die Spanische Grernze und machen Frühstück beim ersten Tankstopp. Wir durchqueren die
Iberische halbinsel und fahren bis Valencia und dann nordost nach Barcelona Ein paar Regentropfen bekommen wir auch ab aber alles in allem kommen wir gut
voran und erreichen trocken unser Ziel, das Holliday In in Gerona. Mehr als die Hälfte des Rückwegs ist geschafft. Da uns wegen der Zeitumstellung diesmal
eine Stunde gemopst wurde, sind wir erst um 21.00 Uhr Ortszeit da und gehen erst mal im gegenüberliegenden Bowlingcenter lecker essen. Ein Buffet vom
Feinsten. Anschließend gehts aber gleich ins Bettchen. Leider will sich keine Bettruhe einstellen da die Spanier den Sieg über Nigeria mit Feuerwerk bis in
die frühen Morgenstunden feiern.

Montag 24.06.2013 - der Wecker klingelt um 6 Uhr. Die Topcasetasche und die Gepackrollen Rollen werden wieder verstaut und anschließend gehen wir
frühstücken. Um 8 Uhr sind wir auf der Autobahn. Nach einer halben Stunde sind wir schon in Frankreich. Das Wetter ist durchwachsen. Zunächst bläst uns der
Nordwind fast von der Straße und Petra muss ihren Helm manchmal mit beiden Händen festhalten. Dann lässt der Wind nach und der Regen beginnt; hält sich aber
in Grenzen sodass wir kaum nass werden. Wir sehen auf weiten Strecken dass es kurz vorher stark geregnet hat, da die Seitenstreifen noch nass sind; ein bissl
Glück gehört auch dazu. Vorletzter Tankstopp bei Lyon: ich tanke 24,96 Liter bei 25 Liter Tankvolumen, bravo! Letzter Tankstopp bei Muhlouse und dann durch
bis zum Turnerheim in Rheingönheim zum Sahneschnitzel, Lendenspieß und Rießlingschorle. Es ist geschafft - insgesamt sind wir rund 5700km in unserem Urlaub Portugal 2013 gefahren. Die Wing ist wohlauf und wir auch.

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Bearbeitet von: wingwastl
27-Jun-13 08:31:26

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...Wenn einem soviel Gutes wird beschert...

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Jürgen Bechtel
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